Rosmarinkartoffeln
April 28, 2009
Mein Rosmarin wächst so wunderbar und ich hatte noch drei Kartoffeln da. Was liegt also näher?
Ich habe in eine kleine Auflaufform (wäscht sich leichter ab als ein Blech) Öl gegossen und verteilt. Laut Rezept sollte ich Olivenöl nehmen, aber das einfache Rapsöl hats bei mir auch getan.
Darauf habe ich die Schnipsel von den Nadeln und der weichen Spitze eines großen Zweiges Rosmarin verteilt. Schön mit der Schere zerkleinert. Duftet schön. Darüber habe ich etwa 2 Teelöffel Salz verstreut und etwas schwarzen Pfeffer. Darauf kamen die in Stücken (geht schneller als Spalten) und vorher geschälten (ich mag die Schale nicht, mit geht aber auch, wenn sie gut ist) Kartoffeln.
Das Ganze habe ich bei ungefähr 200 Grad in den Ofen getan, bis die Kartoffeln weich waren. Zwischendurch habe ich mal durchgerührt, damit sich das Öl und die Gewürze verteilen.
Schmeckt gut.
Käsesuppe
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- 250g Gehacktes
- 1 kleine Stange Porree
- 2 Päckchen (Sahne) Schmelzkäse
- Milch
- Brühe, Pfeffer und Salz
- Mehlschwitze
Anleitung:
Gehacktes anbraten und bräunen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Porree in Ringe schneiden und gut waschen.
Den Porree zum Gehacktes geben und kurz dünsten.
Mit Milch auffüllen.
Den Schmelzkäse dazugeben und kurz aufkochen lassen.
Mit gekörnter (Pulver-)Brühe (und eventuell noch mal mit Pfeffer und Salz) abschmecken und mit etwas Mehlschwitze binden.
Tipps:
Beim Waschen des Porrees leistet das Nudelsieb gute Dienste.
Ich mache etwas Brühpulver schon beim Dünsten des Porrees darüber. Dann löst es sich besser auf, wenn ich aufgieße. Aber Vorsicht, damit es nicht zu salzig wird. Meine Mutti macht das erst wie im Rezept ran und schmeckt damit nur ab.
Bei dem Rezept nehme ich am liebsten Gemüsebrühe.
Statt Milch kann man auch Sahne nehmen oder ein Milch-Sahne-Gemisch.
Aufgewärmt schmeckt es auch toll.
Plinse
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- Milch
- Eier
- Mehl
Was man eventuell braucht:
- Backpulver
- Vanillezucker
- weitere Zutaten, um was besonderes draus zu machen
Anleitung:
1/4 l Milch mit 2 oder 3 Eier verquirlen. 1 Päckchen Vanillezucker zugeben.
Mit dem Schneebesen Mehl unterziehen. Schön langsam dazugeben, dann gibt es auch keine Mehlbröckchen. Die Masse sollte etwas dickflüssig werden.
Was ich auf alle Fälle dazugebe, ist Backpulver.
Das Ganze kellenweise bei mittlerer Hitze in etwas Öl (nicht zu viel, sonst frittieren sie) in ausbraten.
Tipps:
Wenn sie sich mit ein bisschen Ruckeln vom Pfannenboden lösen, sind sie unten durch und können herumgedreht werden. Der Kunstgriff ist der Überschlag in der Luft.
Das Backpulver kann man weglassen, aber wenn man etwas dazu gibt, werden sie schön fluffig. Je mehr, desto mehr erinnern die Plinse an amerikanische Pfannkuchen. Für französische Crêpes lässt man das Backpulver weg. Von der Menge her… tja, da muss man etwas herumprobieren. Bei dieser Menge vielleicht ein Viertel bis ein halbes Tütchen.
Statt Backpulver zu nehmen, kann man das Eiweiß auch steif schlagen und unterheben. Oder Lenny nimmt Apfelschorle oder Selter statt Milch (ein Teil?), damit sie lockerer werden.
Varianten:
Man kann auch Apfelstückchen einbacken lassen. Oder vielleicht auch Banane. Oder Schokolade nach dem ersten Wenden darauf schmelzen lassen.
Man kann man kleine Schinkenstückchen einbacken. Oder Käse nach dem ersten Wenden darauf schmelzen.
Irgendwo oben an der Nordsee habe ich auch mal eine Variante mit dickem Teig, Schinken, Käse, Apfel und Sirup zusammen gegessen.
Ketchup dazu ist übrigens grauenvoll!
UpDate
April 19, 2009
Schönes Wochenende gehabt.
Ich liebe meinen Eisbärbabyfell-Umhang. Endlich sind die Ballkleidchen auch in der Nacht kein Problem mehr, weil ich mich schön einkuscheln kann.
Habe mit meiner Mitbewohnerin Anni Freitag Kuchen gebacken. Ohne Ei. Rezept wird noch in einer entsprechenden Kategorie folgen. Ist sehr lecker geworden. Wir haben ein WG-Kochbuch begonnen.
Haare sind toll geworden. Zum ersten Mal hatte ich einen ganz glatten, aufgesteckten Haarknoten. Sah toll aus.
Ich liebe den Sonnenhut. Endlich kriege ich keine Macke mehr in dem hellen Licht. Und mit Sonnencreme bekämpfe ich auch das Jucken. Der erste Sonnenbeginn, der bisher ohne (größeren) Ausschlag beginnt. Sofort nach den ersten aufgeriebenen Stellen habe ich die Sonnencreme rausgewühlt. Seitdem geht es.
Bastel-Shopping
April 3, 2009
Stoff: mit Geduld was Feines gefunden. Aus dem gewünschten Bernstein wurde royalblau mit goldenen Ranken. Aber blau steht mir gut, glaube ich.
Fell: ein Ding der Unmöglichkeit in Oldenburg. Zwei Stunden für nichts außer große Augen.
Hut: 2 Euro der perfekte Strohhut.
Sprecht mich nicht an.
März 15, 2009
War das ein Abend gestern. Ich hatte doch etwas Vorfreude empfunden. Wenigstens beim Schminken. Das Augenmakeup für Tess’ Schakalaugen geht mir inzwischen etwas leichter von der Hand. Es ist noch nicht so, wie ich es will, aber es wird langsam. Ich bändige zumindest allmählich den Kajal. Und die Tränenspur hatte die richtige Farbe.
Aber als ich ankam, war meine Laune verflogen. Und so richtig aufmuntern konnte mich das den ganzen Abend nicht. Mein Charakter fühlte sich ziemlich schnell von den Brujah genervt. Laut, lästig und vor allem nur heiße Luft und keine Taten.
Die Zeiten, in denen ich draußen meine Runden drehte, genoss ich um so mehr.
Es ist seltsam, wie wenig mich mich das Spiel dort zu fesseln vermag. Ich bin früher gegangen. Bisher war mir das undenkbar. Mich zurück zu ziehen, bevor nicht OT ausgerufen wurde. Aber ich hatte genug, keine Lust mehr. Ich war tief im Charakter, fühlte den Drang zu streunen und die Gier nach Unabhängigkeit. Die Räume waren eng, warm. Draußen war es trotz Nieselregen schön. Die Tiere, die verschreckt aufstoben, das brechende Geäst und schmatzender, aufgeweichter Boden unter meinen „Kampfstiefeln“, die mir nicht richtig zu passen schienen.
Aber ich hatte keine Lust auf diese Gesellschaft und freue mich sehr, wenn ich beim nächsten Mal wieder Gesichter vorfinde, die mir außerhalb des Spiels vertraut und willkommen sind. Gleichwohl wir nicht miteinander spielen, so ist die pure Präsenz und Gegenwart angenehm.
Aufräumen
März 14, 2009
Ich habe begonnen meinen Kleiderschrank zu sortieren.
Das ich wahnsinnig viele Klamotten für mein Hobby habe und das meiste zu Kostümen wurde, weiß ich ja. Aber jetzt ist mir der Haufen an Schuhen aufgefallen, die sich gesammelt haben. Ein ganzer Karton voll. Ich benutze im Alltag zwei Paar, wenn eines davon nass wird. Dazu habe ich meine Hausschuhe.
Meine Prinzessin hat definitiv zu viel Auswahl. Nur Reitstiefel und Ballettschühchen fehlen noch immer. ^^
Nun ja, ich habe zwei Grifffächer gemacht. Es ist schön zu sehen, wie wenig Kram Tess hat. Und es wird dabei bleiben. Mehr braucht sie einfach nicht.
Die Hausaufgaben gehen voran. Darüber freue ich mich sehr. Endlich habe ich mal etwas abgegeben. Wenn ich den Lauf beibehalte, könnte ich tatsächlich ein bisschen was schaffen. Das wäre so toll.
Heute Abend ist Twilight wieder angesagt. Mal schauen, ob ich hin gehe. Ich denke schon. Zur Ansage bin ich in den vierzehn Tagen nicht gekommen. Macht sich leider einfach nicht, ich habe zu viel anderes zu tun. Aber das werden sie hoffentlich verstehen. Ist ein Spiel und gut.
Überraschung
März 4, 2009
Ich mache keine Werbung.
Ich bin selbst nicht begeistert. Es ist ok. Das ist gut. Ich bin da. Ich bin dabei. Ich gehe wieder. Ein Abend, den ich nicht mit dem König der Löwen unterm Hintern verbringe.
Bisher schaffe ich es, mich an meine Vorsätze zuhalten. Keine euphorische Begeisterung. Keine zusätzlich geartete Arbeit. Keine übermäßige Mühe mit Makeup oder Outfit.
Und das Ergebnis? Begeisterung bei anderen (die ich nicht nachvollziehen kann, die mich aber freut) und Veränderungsgedanken. Ich bin sehr gespannt, ob ich Spuren finde von Gerüchten, die ich vermute. Meine Quellen sind leider so gut wie versiegt. Qualitativ hochwertige habe ich im Moment eher weniger zur Verfügung.
Aber ich habe auch schon andernorts im Halbschlaf Dinge gehört, die mich insgeheim mit Genugtuung erfüllten und meine Wut etwas befriedigten.
Es fügt sich alles. Bisher komme ich mit den Konsequenzen recht gut zu Rande. Der Weg, den ich wählte, scheint richtig zu sein.
Ein bedeutungsschwerer Fetzen
Februar 20, 2009
Ich habe einen Zettel von früher in meiner Federmappe gefunden:
Gute Ideen werden
zuerst belächelt
dann bekämpft
und schließlich
geklaut!
Faszination
Februar 17, 2009
Ich bin gut. Ich habe nicht daran gezweifelt, aber ich hatte mir doch Sorgen gemacht, wie groß das Feuer wird.
Ganz das, was ich erwarte, ist noch nicht geschehen. Doch ich habe Geduld. Es ist wie mit Medizin, es braucht seine Zeit, bis es richtig wirkt.
Und ich bin zufrieden mit mir, weil ich das Gefühl habe, selbst durch das unvermeidbare Echo nur gewinnen und lernen zu können. Es hat lange gedauert, bis ich endlich einen Weg gefunden habe, das tun zu können, was mir auf der Seele brannte. Da war so viel Wut, so viel Zorn.
Und vor diesen Gefühlen hatte ich Angst, weil sie ein rationales Denken erschwerten.
Ich habe meine Wege aufgespalten. Einen Katalysator für die Gefühle gefunden. Einen kindischen, ungerechten, aber einen, bei dem sie produktiv verpuffen können. Es ist gar nicht so einfach. Selbst auf diesem Platz ist der Zensor stark, aber ich denke, ich kann mich mit ihm einigen. Der erste Schritt ist heute Nacht gegangen worden. Ohne zurück jetzt. Ganze zwei Wochen bin ich wie eine Katze um die saure Sahne gestrichen, bis ich mich überwunden hatte. Es fühlt sich gut an. Vermutlich wird es leichter bei den nächsten Schritten.
Der zweite Weg war jener, vor dem ich mich am meisten fürchtete, weil er nichts verpuffen lässt, sondern Dinge in Bewegung setzt. Unaufhaltbar. Aber er ist der Weg, den ich als gerecht erachte, weil er fern von menschlichen Sympathien und Apathien funktioniert. Ich war bei der Begehung nicht zufrieden mit mir. Da ich momentan noch immer mit Konzentrationsstörungen zu kämpfen habe, konnte ich nicht sehr viel aufbauen. Vielleicht sollte ich es wiederholen, wenn es mir besser geht und ich wieder mehr Kraft konzentrieren kann.
Aber ich bin grundlegend zufrieden. Es wird keine Nebel lichten und es wird auch kein Licht in die Augen der Blinden schicken. Dazu ist es ein Feld, das anderen zu vertraut und mir zu fremd ist, weil es mich grundlegend abstößt, auf ein solches Niveau zu gehen.
Vielleicht ist es dumm, weil ich mit meiner Einstellung schon so manche Schlacht auf diesem Schauplatz verloren habe. Aber es sind Waffen, die für mich nichts mit Ehre und Stolz zu tun haben.
Ich ziehe es vor, diese zu strecken und lieber ein paar Schlachten verloren zu geben und letztlich den Krieg zu gewinnen.
Nur für mich.
Und ich habe fremde Stimmen gehört. Ich weiß, dass es mehr Zuschauer gibt, als sich zu erkennen geben. Auch sie sind irritiert und verstehen mich nicht auf Anhieb. Müssen sie nicht. Ich bin etwas besonders.
Gewogen und gemessen wird nie mitten im Krieg.
Und es ist nie zu spät für Verhandlungen. Nur der Preis steigt zunehmend. Der Preis, der die Mühe bedeutet, etwas zu tun und zu verändern.
Aber sie lernen. Genau wie ich an diesen Erfahrungen wachse, begreifen andere mit der Zeit, dass ich vielleicht ein Händchen für bestimmte Dinge habe, über Zauber verfüge, die ihnen fehlen.
Zwei Jahre hatte ich Geduld und jetzt gibt es die ersten scheuen Worte und Gesten, welche diese Sachen anerkennen, die damals blind verlacht wurden. Und ich habe weiterhin Geduld. Und hoffentlich für hier gelernt, dass ein Schatten die sicherste Zuflucht für mich im Moment ist.
Und dort… wird es dauern, bluten. Hin und wieder einen Stoß geben. Von anderen Seiten. Die Erinnerung ist betoniert. Man kann verstummen, aber es wird nicht vergessen sein. Denn mit jedem Stolperer wacht sie wieder auf und ruft sich wach. Lässt berechtigte Zweifel keimen.
Und die Welt ist klein. Man sieht sich öfter. Dann, wenn auch die Löwen den Mut finden zu fragen, abzuwägen und ihr eigenes Urteil zu fällen.