Sprecht mich nicht an.
März 15, 2009
War das ein Abend gestern. Ich hatte doch etwas Vorfreude empfunden. Wenigstens beim Schminken. Das Augenmakeup für Tess’ Schakalaugen geht mir inzwischen etwas leichter von der Hand. Es ist noch nicht so, wie ich es will, aber es wird langsam. Ich bändige zumindest allmählich den Kajal. Und die Tränenspur hatte die richtige Farbe.
Aber als ich ankam, war meine Laune verflogen. Und so richtig aufmuntern konnte mich das den ganzen Abend nicht. Mein Charakter fühlte sich ziemlich schnell von den Brujah genervt. Laut, lästig und vor allem nur heiße Luft und keine Taten.
Die Zeiten, in denen ich draußen meine Runden drehte, genoss ich um so mehr.
Es ist seltsam, wie wenig mich mich das Spiel dort zu fesseln vermag. Ich bin früher gegangen. Bisher war mir das undenkbar. Mich zurück zu ziehen, bevor nicht OT ausgerufen wurde. Aber ich hatte genug, keine Lust mehr. Ich war tief im Charakter, fühlte den Drang zu streunen und die Gier nach Unabhängigkeit. Die Räume waren eng, warm. Draußen war es trotz Nieselregen schön. Die Tiere, die verschreckt aufstoben, das brechende Geäst und schmatzender, aufgeweichter Boden unter meinen „Kampfstiefeln“, die mir nicht richtig zu passen schienen.
Aber ich hatte keine Lust auf diese Gesellschaft und freue mich sehr, wenn ich beim nächsten Mal wieder Gesichter vorfinde, die mir außerhalb des Spiels vertraut und willkommen sind. Gleichwohl wir nicht miteinander spielen, so ist die pure Präsenz und Gegenwart angenehm.