Wochenendpläne

Mai 22, 2008

Ich könnte wieder an mehreren Orten zugleich sein.

Im Moment liebäugle ich noch etwas mit einer Runde in Bremen. Das wäre am Samstag wieder. Leider habe ich in Hamburg noch niemanden erreicht.
Hannover habe ich auch die Möglichkeit. Inzwischen habe ich mich fest für Janine als Ersatz entschieden. Aber ich habe wenig Lust auf die weite Fahrt. Außerdem hatte ich diesem Monat sogar schon zwei schöne Abende mit Vic. Im Moment reicht es mir sogar ein bisschen. – Vielleicht ist meine Erkältung, die ich gerade so halb verschleppe, doch schlimmer als ich dachte.

Vermutlich werde ich das Wochenende endlich mal vor den Büchern verbringen. Muss Lenore unbedingt fertig bekommen und wenn ich für Shrek endlich einen Anfang kriege, wäre das toll. Außerdem würde ich endlich gern wieder mal eine Runde ausreiten. Seit Summer auf der Weide ist, hatte ich noch nicht wieder Zeit und Muße.
Stargate läuft wieder gut an. Ich bin zufrieden, wenngleich mir ein oder zwei Dinge noch nicht so gut gefallen. Aber der Elan ist da und hier in der WG gerade ganz besonders groß.

Langsamer Abschied

Mai 21, 2008

Heute wird die Beerdigung und Trauerfeier von Sascha sein.

In ziemlich genau 7 einhalb Stunden, um genau zu sein.

Im allgemeinen Einverständnis werde ich nicht hingehen. Ich bin froh, dass mir das niemand übel nimmt oder sich darüber mokiert hat. Ich habe mich zusammen gerissen und bin wenigstens zur Absegnung der Traueranzeige mitgegangen. Wollte Zeno irgendwie nicht allein gehen lassen.

Es ist schon komisch alles. Heute hat mich am Zebrastreifen vor der Uni fast ein Auto erwischt. Ich musste gleich wieder daran denken. Es ist im Moment allgegenwärtig. Jedes Mal, wenn wir am Friedhof vorbeifahren, wird schwer geschluckt. Ich denke, alle sind froh, wenn die Beerdigung vorbei ist.

Die meisten versuchen, schnell wieder zur Normalität zu kommen.

Ich bin ja trotzdem, eine halbe Stunde, nachdem ich es (noch vage) erfahren habe, zum Vampire gefahren. Irgendwie hatte ich die Gewissheit, dass ich spielen muss. Nur Meara werde ich nun doch nicht mehr auspacken. Ich hatte ja mit dem Gedanken gespielt, den Chara nach Minden zu übertragen. Aber sie war immerhin Jeremias’ Mündel… und damit irgendwie Saschas Ziehkind. Mein erster Chara. Nein, das ist jetzt endgültig. Ihre Geschichte wird wie die seine im Untergrund weiterlaufen. Er ist damals vorgegangen, sie ist ihm gefolgt. Das ist jetzt endgültig. Kein Aufleben und die Gefahr des Verlierens mehr.

Denn es geht ums Verlieren. Heute geht es nur noch um Abschied, aber nicht mehr um Verlust.
Ich bin verwundert begegnet worden. Jemand sagte mir, er hätte keinesfalls gespielt. Ich denke, es war richtig. Natürlich war ich traurig. Ich habe die komplette Bahnfahrt und auch eine Zeit lang im Auto durchgeheult. Aber ich habe gespielt und es war gut. Es lenkte ab, es gab das Gefühl aufgehoben und geborgen zu sein. Und vor allem die Gewissheit, dass es trotzdem alles ganz normal weiter geht. Ich glaube inzwischen, das ist ganz wichtig. Trotz “Gehört das so?” den ganz normalen Fortgang zu spüren und von ihm mitgerissen zu werden.

Es geht mir sehr viel besser dadurch. Vielleicht, weil so viele in so kurzer Zeit gegangen sind, es allgegenwärtig war.

Friedhof und die ganzen Zeremonien, das quält mich nur. Das tue ich mir nicht an. Kirche und Messen geben mir keinen Trost. Es war gut zu spüren, dass ich meine Mutter auch nachts halb drei deswegen anrufen und ihr die Ohren vollheulen konnte. Und auch andere haben mir eine Schulter geboten. Andreas hat mich sogar noch mal aus dem Bett geholt und überzeugt, dass wir reden sollten. Es tat sehr gut, ich bin dankbar dafür.

Sascha

Mai 18, 2008

Schwerer Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 401

Am Donnerstag kam es gegen 15.30 Uhr auf der Nordmoslesfehner Straße, Bundesstraße 401, zu einem schweren Verkehrsunfall, in deren Verlauf ein 30-jähriger Oldenburger ums Leben kam. Der 30-jährige Peugeotfahrer befuhr die B 401 in Fahrtrichtung Oldenburg, als er auf Höhe eines entgegenkommenden Lkw plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Der 45-jährige Lkw Fahrer reagierte sofort, versuchte seinerseits durch ein Ausweichen nach rechts an den Fahrbahnrand einen Frontalzusammenstoß zu verhindern – was misslang. Im Zuge des Frontalzusammenpralls wurde der Peugeot total und das Führerhaus des Lkw stark beschädigt. Unweit des Lkw kam der Peugeot auf dem Dach zu liegen, der Unfallfahrer war eingeklemmt. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, der junge Oldenburger verstarb noch an der Unfallstelle und der Fahrer des Lkw erlitt einen schweren Schock. Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten wurde die B 401 in diesem Bereich für 3,5 Stunden voll gesperrt. Seit 19.00 Uhr wird der Verkehr, wegen andauernder Reinigungsarbeiten über einen Fahrstreifen abgewickelt. Der entstandene Gesamtschaden wird seitens der Polizei vorsichtig auf 20.000,- Euro geschätzt.

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68440/1192156/polizeiinspektion_oldenburg_stadt_ammerland

Schrecklicher Unfall auf Bundesstraße:
Peugeot rast frontal in LKW – Toter Fahrer konnte nicht vor Ort aus Wrack geschnitten werden!
Autofahrer nach mehreren Überschlägen schwerst eingeklemmt – 30-Jähriger starb noch im Wrack – Leichenbergungversuche blieben erfolglos

Datum: Donnerstag, 15. Mai 2008, ca. 16:30 Uhr
Ort: B 401 bei Oldenburg, Landkreis Oldenburg, Niedersachsen

Horrorcrash bei Oldenburg: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 401 ist am Donnerstag ein 30-jähriger Oldenburger ums Leben gekommen. Aus bislang unklarer Ursache war der Fahrer des Peugeot auf der Strecke direkt am Küstenkanal plötzlich nach links von der Fahrbahn abgekommen und ist dort mit einem entgegenkommenden LKW zusammengeprallt. Obwohl der Fahrer des Lastwagens noch versuchte auszuweichen, konnte der Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden. Der Peugeot rammte zunächst frontal in die Zugmaschine und überschlug sich danach mehrmals, bis er schließlich auf dem Dach zum Liegen kam. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Peugeot-Fahrer schwer im Unfallwrack eingeklemmt. Unfallzeugen setzten sofort den Notruf ab und versuchten, dem Fahrer zu helfen. Notarzt und Rettungsassistenten versorgten den Mann noch im völlig zerstörten Unfallwagen, doch für den 30-Jährigen kam jede Hilfe zu spät, er starb noch im Wrack. Der LKW-Fahrer kam ohne körperliche Verletzungen davon, erlitt allerdings einen schweren Schock und musste betreut werden. Die Leiche des Autofahrers war so schwer Auto eingeklemmt, dass es Feuerwehrkräften vor Ort auch nach über zwei Stunden nicht gelang, sie an der Unfallstelle zu bergen. Schließlich entschied man das Wrack samt Leiche vom Abschleppdienst zu einer Fachwerkstatt zu bringen. Dort wurde die Leiche schließlich später unter Einsatz von schwerem Gerät geborgen. Zur genauen Klärung der Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Bundesstraße blieb für Stunden gesperrt.

Quelle: http://www.nonstopnews.de/?page=meldung&newsnr=7072

Schlaf gut

Mai 2, 2008

Schlaf gut

Bewundert und gemocht. Doch nicht als meins.
Fledermausohren, treuer Blick.
Ungewollt bekommen. Warst nicht meins.
Gebangt, gehofft. Hab dich lieb.
“Pass auf meine Schnecke auf.” Wunsch erfüllt.
Eingeschlichen, Zweikampf, bestochen -
Freundschaft geht durch den Magen bei dir,
Liebe geht ins Herz bei mir.
Also doch meins geworden.
Gebangt, gehofft. Umgestellt, gewöhnt.
Man muss nicht sehen, um zu erkennen.
Gefreut, gelacht, hast es stets geschafft.
Oft zu früh geweint. Immer wieder aufgerafft.
1. Mai – alles vorbei.
Nora – heißt – Gott ist mein Licht.
Deins ist aus. Vergess dich trotzdem nicht!

Xaveria, 2. Mai 2008

Kein Ende in Sicht

März 20, 2008

Der Behördenzirkus spielt mal wieder zur Gala auf.

Lenny läuft noch immer seinen Papieren hinterher. Ohne Papiere kein Mietvertrag. Es ist unglaublich. Jetzt fiel dem A-Amt ein, dass sie noch irgendein Formular brauchen, an das sie vor zwei Tagen nicht gedacht habe. Vielleicht haben sie es gestern auch neu erfunden.
In nicht ganz zwei Wochen wollen wir umziehen und noch immer haben wir den Mietvertrag nicht unterschreiben können. Zum Glück ist die Vermietungsgesellschaft sehr freundlich und versteht die Probleme.

Nächstes Thema ist noch immer die Einrichtung.

Die Küche ist noch immer nicht so ganz fest. Erst mal provisorisch oder doch gleich der Komplettsatz für knapp 500 Euro? Was kostet eine gebrauchte Küche?
Kommt man über Einzelteile besser? Ist ein Herd für 50 Euro brauchbar oder Schrott? Passt das alles, was braucht man für den Anfang?

Lampen, ja, Lampen ist das Mädchenthema.

Ich bin jetzt eine Woche außer Landes und muss Tiggy und Lenny allein machen lassen. Zeno ist über Ostern auch weg. Ich mag ihn, aber das ist gut, das bringt die Probleme des Praxisfremden etwas aus dem Weg. Er hat schon recht, Provisorien bergen die Gefahr, dass man sich an sie gewöhnt. Aber irgendwo muss, alles geht nun einmal nicht.
Das ist nicht mehr Mamas Wohnhöhle. Ich glaube, für ihn wird das am Schwersten, er ist derjenige, der bisher noch nicht ganz flügge ist, während die anderen schon eine Weile mehr oder minder ohne elterlichen Schutz und Luxusservice auskommen.

Heute Abend ist erneut Kriegsrat. Mal wieder rechnen.

Wie alles begann…

März 13, 2008

Es ist jetzt beinahe fünf Jahre her.

August 2003 war es. Jener Jahrhundertsommer, den man schon im dritten Jahr des neuen Jahrhunderts so nannte.
Xavi befand sich damals in einem Ferienlager. Genauer gesagt im Sommerlager der SG-RPGs, zusammen mit 15 anderen Chaoten. 11 Tage am Stück Rollenspieler ohne Bezug zur Normalität, schlimmer: Gater unter sich.
Am letzten Abend dieser elf Tage Wahnsinn feierten wir eine Hochzeit und ließen den Abend, das Lager und den Sommer am Lagerfeuer ausklingen.
Und dort wurde eine Idee zwischen mir und Tiggy geboren: Wir gründen eine WG, damit wir für immer alle so zusammen bleiben können.

Schnapsidee. Selbstverständlich.

Sommer 2005
Nach erfolgreich absolviertem Abitur meinerseits fand das zweite Sommer- und nun schon fünfte Gaterlager statt. In kleinster bis dahin dagewesener Ausführung. Damals neu und frisch dabei: Delenn.
Tiggy konnte nur ein paar Tage, sie hatte zum damaligen Zeitpunkt recht frisch einen Freund, der wohl zwischen Wehrdienst und Ausbildungsbeginn stand.
Aber es waren wieder ein paar wunderbare Tage. Delenn wurde schon am ersten Abend von uns adoptiert.

Ostern 2006
Inzwischen hat Xavi ihr Abitur bestanden, die Gruppe hat sich zum insgesamt 7. Gaterferienlager getroffen. Mit dabei nachdem er im letzten Sommerlager dazu stieß Delenn und neu Tiggys Freund Zenotaph.
Und Xavi erzählt munter, dass sie sich in verschiedenen Städten mit Gatern bewirbt, um dort weiter zur Schule zu gehen. Tiggy und Zeno meinen munter, sie solle es doch in Oldenburg versuchen, man könne dann eine WG gründen.

Oktober 2006
Xavi zieht in Oldenburg ein, beginnt dort die Schule und fühlt sich zunehmend wohler.

Januar 2007
Delenn, langsam immer öfter Lenny genannt, wird Dauergast in Oldenburg.

Juli 2007
Lenny zieht nach Oldenburg.

Januar 2008
Man entscheidet sich, dass ein Zusammeziehen langsam sinnvoll wird, Lenny wohnt sowieso inoffiziell bei Xavi. Tiggy und Zeno sind begeistert. Die Mädchen erinnern sich an ihre Träumerei vom Sommerlager. Es rückt in greifbare Nähe.

Februar 2008
Nach etwas Ärger in der WG wird klar, dass ein Auszug notwendig ist. Wir begeben uns auf Wohnungssuche.

März 2008
Wir haben eine Wohnung gefunden. Eine schöne Wohnung, die unseren Ansprüchen gerecht wird. Nur keine Küche, dafür Boni wie ein riesiges Wohnzimmer, ein winziges Stübchen für die Mädels, einen Balkon für die Jungs (zum Grillen) und die Schildkröte und außerdem eine Erlaubnis für Tierhaltung.

13. März 2008
Wir haben eine Küche gefunden. Leider ohne Geräte, aber hübsch blau und ordentlich und zu einem akzeptablen Preis.
PS: Und Xavi hat tatsächlich im gleichen Laden den Vampire Dark Ages Roman “Lasombra” für 50 Cent ausgegraben!