Erinnerungswertverlust
November 17, 2009
Ich räume auf. Zumindest in der virtuellen Dachkammer der letzten sieben Jahre meines Lebens.
Auf einmal war es mir möglich los zu lassen. Ich habe viel gespeichert. Daten, Adressen, Fotos und Chatloggs von Leuten, die meinen Namen sicher schon vor fünf Jahren vergessen haben. Auch Geschichten, angefangen und nie beendet, fremde Geschichten, Drehbücher, Ideen… Zeugen nächtelanger Gespräche und Spiele. Aber ich konnte bisher nichts wegwerfen. Es ist jetzt ein sehr seltsames Gefühl. Ich bedauere es nicht, den Kram in den Müll geworfen zu haben. Ich frage mich nur, warum es mir so viele Jahre so wichtig war. Aber es ist auch kein befreiendes Gefühl, wie man immer behauptet.
Ich fühle mich, als würde ich außerhalb meiner Selbst stehen und auf diesen Sortierprozess als unbeteiligte Person herabsehen.
Ich weiß, dass ich nicht fertig bin. Die Geschichten von vor einem Jahr sind nicht abgeschlossen. Ich habe erst zwei Dämonen getötet. Und es zeigt sich, dass ich – jedenfalls nach Meinung meines Freundes – einen Trigger entwickelt habe. Wie sonst lässt sich erklären, dass ich beim letzten Spiel frustriert flüchtete und mich an seiner Brust ausheulte. Aber es tut verdammt gut, eine Brust zu haben, an der man weinen darf. Auch wenn es kindisch und sinnlos ist und man selbst gar nicht weiß, warum man eigentlich heult. Vielleicht, weil man die Welt gerade ein kleines bisschen hasst.
Ich habe aber auch Dinge gefunden, die ich verloren glaubte.
Ich vertraue sie erneut dem unsteten Archiv der Lichtkabel an und hole sie in die Gegenwart. Weil sie irgendwie schön sind. Es sind meine Muscheln aus eine Urlaub. Einem meiner Urlaube fern der Realität.
Freude aller Userherzen
Freude aller Userherzen, wundervolles Rollenspiel.
Wir erkämpfen unter Schmerzen unser aller Völker Ziel.
Deine Seiten binden wieder, was die Serie streng geteilt:
Gut und Böse werden Brüder, wo des Admins Blick nicht weilt.
Lust und Freude treibt die Goa in den großen Foltersaal.
Lust und Freude sind den Asgard anatomisch eine Qual.
Blutdurst lockt die Menschen wieder in die weite Galaxie
Und die Tok’ra auch mal wieder in der Welten Ränkespiel.
Wem der große Wurf gelungen eines Feindes Freund zu sein
Ist in unserm Kreis willkommen, logge sich im Forum ein.
Schwör uns Treue, spiele weiter, geben unsern Glauben kund.
Nun verkaufe deine Seele,t rete ein in unsern Bund.
Melodie: Ode an die Freude
Text: Naunet, Tigi’ra, Xaveria, Artemis
Nehmt Abschied, User
Nehmt Abschied, User, ungewiss ist alle Wiederkehr.
Die Zukunft liegt in Admins Hand
Und macht das Herz uns schwer.
Das Netzwerk zieht sich durch das Land,
ade, auf Wiedersehen.
Wir liegen all in Admins Hand,
ade, auf Wiedersehen.
Nehmt Abschied, User, schließt das Tor,
Das Leben ist ein Spiel,
Und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel.
Das Netzwerk zieht sich durch das Land,
ade, auf Wiedersehen.
Wir liegen all in Admins Hand,
ade, auf Wiedersehen.
Melodie: Nehmt Abschied, Brüder
Text: Tigi’ra, Xaveria
Und dazu habe ich noch den Vandenberg-Rock gefunden, den ich selbst ganz vergessen hatte.
Vermutlich ändert sich einfach mal wieder mein Leben. Interessanterweise macht es das im Herbst seit drei Jahren ständig. Momentan habe ich daher das Gefühl, dass sich etwas entwickelt. Ich weiß nur nicht, was und wohin. Aber wer weiß das schon. Vielleicht ist es wieder einmal ein kleines Stückchen meines Erwachsenwerdens auf Raten. Ich lege einen Teil meines alten Spielzeuges ab.
Aus der „Landfrauenküche“ (3sat)
August 13, 2009
Schüsselpastete für 4 Personen:
200g Krawättli (Teigwaren), Salzwasser, 30g Butter, 30g Mehl, 1/2l Bouillon, Salz, Pfeffer, Basilikum, 1dl Rahm, 1 kleine Zwiebel gehackt, 100g Erbsen, 100g Karotten in Scheiben, 300g Pouletgeschnetzeltes, 250g Kuchenteig, 1 Eigelb.
Zubereitung:
1. Die Teigwaren knapp weich kochen und abtropfen lassen.
2.Das geschnetzelte Pouletfleisch anbraten und würzen.
3. Aus Butter, Mehl und Bouillon eine weisse Sauce zubereiten, würzen und mit dem Rahm verfeinern.
4. Pouletfleisch, Erbsen, Karotten und Zwiebel mit der Sauce vermischen.
5. Eine feuerfeste Form ausbuttern.
6. Teigwaren, 3 Schichten und Saucenmischung 2 Schichten in die Form füllen.
7. Aus dem Kuchenteig einen Deckel auswallen, über die Form legen, den Rand gut andrücken und das Ganze mit Eigelb bestreichen, evt mit Teigresten verzieren.
8. In der Mitte des Deckels ein Loch ausschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
9. Bei 180°C 30-40 Minuten backen. Dazu passt grüner Salat.
Die Schüsselpastete lässt sich sehr gut vorbereiten und ist ein Gericht, dass kinder sehr gerne mögen. Die Menge lässt sich beliebig vervielfachen, Vorsicht beim Teig, Menge der Formgrösse anpassen und bei grossen Mengen die Backzeit verlängern, ebenfalls Backzeit anpassen, wenn Sie die Pastete am Tag vorher zubereiten und dann im Kühlschrank aufbewahrt haben. Guten Appetit.
- Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber das klingt lecker. -
Kein(e) Köttbullar
Mai 2, 2009
Der Name ist Programm… und kommt daher, dass ich tierisch Lust auf Köttbullar hatte… aber nicht auf Hackfleisch und nicht auf Pilze und nicht auf Kartoffeln…
Ich habe Wiener in dünne Scheiben geschnitten. Nur so drei Millimeter breit.
Dazu habe ich von Frühlingszwiebeln den festeren, weißen Teil in Scheiben geschnitten.
Die Wiener wurden in Butter angebraten. Dann kamen die Zwiebeln hinzu. Die brauchen nur ganz kurz. Darüber habe ich Mehl gestäubt und es etwas anschwitzen lassen. Es muss noch hell bleiben, schließlich soll es ja helle Soße geben.
Mit Milch wurde das ganze abgelöscht und mit etwas Brühpulver gewürzt. Dazu kam das Würstchenwasser. (Ja, Tig, ich habe es mal nicht getrunken. Jedenfalls nicht alles.)
Schön einkochen lassen, eventuell mehr Milch oder etwas Mehl zum Andicken dazu.
Ich habe Toastbrot dazu getitscht.
Rosmarinkartoffeln
April 28, 2009
Mein Rosmarin wächst so wunderbar und ich hatte noch drei Kartoffeln da. Was liegt also näher?
Ich habe in eine kleine Auflaufform (wäscht sich leichter ab als ein Blech) Öl gegossen und verteilt. Laut Rezept sollte ich Olivenöl nehmen, aber das einfache Rapsöl hats bei mir auch getan.
Darauf habe ich die Schnipsel von den Nadeln und der weichen Spitze eines großen Zweiges Rosmarin verteilt. Schön mit der Schere zerkleinert. Duftet schön. Darüber habe ich etwa 2 Teelöffel Salz verstreut und etwas schwarzen Pfeffer. Darauf kamen die in Stücken (geht schneller als Spalten) und vorher geschälten (ich mag die Schale nicht, mit geht aber auch, wenn sie gut ist) Kartoffeln.
Das Ganze habe ich bei ungefähr 200 Grad in den Ofen getan, bis die Kartoffeln weich waren. Zwischendurch habe ich mal durchgerührt, damit sich das Öl und die Gewürze verteilen.
Schmeckt gut.
Käsesuppe
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- 250g Gehacktes
- 1 kleine Stange Porree
- 2 Päckchen (Sahne) Schmelzkäse
- Milch
- Brühe, Pfeffer und Salz
- Mehlschwitze
Anleitung:
Gehacktes anbraten und bräunen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Porree in Ringe schneiden und gut waschen.
Den Porree zum Gehacktes geben und kurz dünsten.
Mit Milch auffüllen.
Den Schmelzkäse dazugeben und kurz aufkochen lassen.
Mit gekörnter (Pulver-)Brühe (und eventuell noch mal mit Pfeffer und Salz) abschmecken und mit etwas Mehlschwitze binden.
Tipps:
Beim Waschen des Porrees leistet das Nudelsieb gute Dienste.
Ich mache etwas Brühpulver schon beim Dünsten des Porrees darüber. Dann löst es sich besser auf, wenn ich aufgieße. Aber Vorsicht, damit es nicht zu salzig wird. Meine Mutti macht das erst wie im Rezept ran und schmeckt damit nur ab.
Bei dem Rezept nehme ich am liebsten Gemüsebrühe.
Statt Milch kann man auch Sahne nehmen oder ein Milch-Sahne-Gemisch.
Aufgewärmt schmeckt es auch toll.
Plinse
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- Milch
- Eier
- Mehl
Was man eventuell braucht:
- Backpulver
- Vanillezucker
- weitere Zutaten, um was besonderes draus zu machen
Anleitung:
1/4 l Milch mit 2 oder 3 Eier verquirlen. 1 Päckchen Vanillezucker zugeben.
Mit dem Schneebesen Mehl unterziehen. Schön langsam dazugeben, dann gibt es auch keine Mehlbröckchen. Die Masse sollte etwas dickflüssig werden.
Was ich auf alle Fälle dazugebe, ist Backpulver.
Das Ganze kellenweise bei mittlerer Hitze in etwas Öl (nicht zu viel, sonst frittieren sie) in ausbraten.
Tipps:
Wenn sie sich mit ein bisschen Ruckeln vom Pfannenboden lösen, sind sie unten durch und können herumgedreht werden. Der Kunstgriff ist der Überschlag in der Luft.
Das Backpulver kann man weglassen, aber wenn man etwas dazu gibt, werden sie schön fluffig. Je mehr, desto mehr erinnern die Plinse an amerikanische Pfannkuchen. Für französische Crêpes lässt man das Backpulver weg. Von der Menge her… tja, da muss man etwas herumprobieren. Bei dieser Menge vielleicht ein Viertel bis ein halbes Tütchen.
Statt Backpulver zu nehmen, kann man das Eiweiß auch steif schlagen und unterheben. Oder Lenny nimmt Apfelschorle oder Selter statt Milch (ein Teil?), damit sie lockerer werden.
Varianten:
Man kann auch Apfelstückchen einbacken lassen. Oder vielleicht auch Banane. Oder Schokolade nach dem ersten Wenden darauf schmelzen lassen.
Man kann man kleine Schinkenstückchen einbacken. Oder Käse nach dem ersten Wenden darauf schmelzen.
Irgendwo oben an der Nordsee habe ich auch mal eine Variante mit dickem Teig, Schinken, Käse, Apfel und Sirup zusammen gegessen.
Ketchup dazu ist übrigens grauenvoll!
UpDate
April 19, 2009
Schönes Wochenende gehabt.
Ich liebe meinen Eisbärbabyfell-Umhang. Endlich sind die Ballkleidchen auch in der Nacht kein Problem mehr, weil ich mich schön einkuscheln kann.
Habe mit meiner Mitbewohnerin Anni Freitag Kuchen gebacken. Ohne Ei. Rezept wird noch in einer entsprechenden Kategorie folgen. Ist sehr lecker geworden. Wir haben ein WG-Kochbuch begonnen.
Haare sind toll geworden. Zum ersten Mal hatte ich einen ganz glatten, aufgesteckten Haarknoten. Sah toll aus.
Ich liebe den Sonnenhut. Endlich kriege ich keine Macke mehr in dem hellen Licht. Und mit Sonnencreme bekämpfe ich auch das Jucken. Der erste Sonnenbeginn, der bisher ohne (größeren) Ausschlag beginnt. Sofort nach den ersten aufgeriebenen Stellen habe ich die Sonnencreme rausgewühlt. Seitdem geht es.
Aufräumen
März 14, 2009
Ich habe begonnen meinen Kleiderschrank zu sortieren.
Das ich wahnsinnig viele Klamotten für mein Hobby habe und das meiste zu Kostümen wurde, weiß ich ja. Aber jetzt ist mir der Haufen an Schuhen aufgefallen, die sich gesammelt haben. Ein ganzer Karton voll. Ich benutze im Alltag zwei Paar, wenn eines davon nass wird. Dazu habe ich meine Hausschuhe.
Meine Prinzessin hat definitiv zu viel Auswahl. Nur Reitstiefel und Ballettschühchen fehlen noch immer. ^^
Nun ja, ich habe zwei Grifffächer gemacht. Es ist schön zu sehen, wie wenig Kram Tess hat. Und es wird dabei bleiben. Mehr braucht sie einfach nicht.
Die Hausaufgaben gehen voran. Darüber freue ich mich sehr. Endlich habe ich mal etwas abgegeben. Wenn ich den Lauf beibehalte, könnte ich tatsächlich ein bisschen was schaffen. Das wäre so toll.
Heute Abend ist Twilight wieder angesagt. Mal schauen, ob ich hin gehe. Ich denke schon. Zur Ansage bin ich in den vierzehn Tagen nicht gekommen. Macht sich leider einfach nicht, ich habe zu viel anderes zu tun. Aber das werden sie hoffentlich verstehen. Ist ein Spiel und gut.
Ein bedeutungsschwerer Fetzen
Februar 20, 2009
Ich habe einen Zettel von früher in meiner Federmappe gefunden:
Gute Ideen werden
zuerst belächelt
dann bekämpft
und schließlich
geklaut!
Geschenkewünsche
Februar 3, 2009
Ostern ist nicht mehr fern und wie ich meine Familie kenne, werden auch bald die Fragen zu Geburtstagswünschen kommen.
Und weil mir jetzt viel einfällt und ich, wenn ich gefragt werde, nicht mehr weiß, will ich hier ein paar Sachen festhalten.
Ein neuer Schreibtischstuhl. Ich mag den König-der-Löwen-Stuhl von meinem Bruder zwar, aber er ist doch allmählich etwas durch und es nervt mich, die Lehne ständig hochschieben zu müssen, weil jeglicher Widerstand weg ist und ich ja gern etwas Gegendruck im Rücken habe, wenn ich mich beim Arbeiten anlehne.
Bücher (was auch sonst)
Laura Ingalls Wilder: Unsere kleine Farm.
Band eins habe ich und damit ist der Verlag vorgegeben. Ich liebe es ja, wenn ich bei Serien eine gleiche Optik habe. Das sieht im Regal einfach viel schöner aus, wenn es zusammen passt. Daher: Ueberreuter, Druckjahr 1995. Findet man bei Amazon noch wunderbar unter gebrauchten Büchern, wo sie dann auch günstiger sind.
Was waren das für schöne Zeiten, wo (Kinder-)Bücher noch subventioniert waren…