Aus der „Landfrauenküche“ (3sat)
August 13, 2009
Schüsselpastete für 4 Personen:
200g Krawättli (Teigwaren), Salzwasser, 30g Butter, 30g Mehl, 1/2l Bouillon, Salz, Pfeffer, Basilikum, 1dl Rahm, 1 kleine Zwiebel gehackt, 100g Erbsen, 100g Karotten in Scheiben, 300g Pouletgeschnetzeltes, 250g Kuchenteig, 1 Eigelb.
Zubereitung:
1. Die Teigwaren knapp weich kochen und abtropfen lassen.
2.Das geschnetzelte Pouletfleisch anbraten und würzen.
3. Aus Butter, Mehl und Bouillon eine weisse Sauce zubereiten, würzen und mit dem Rahm verfeinern.
4. Pouletfleisch, Erbsen, Karotten und Zwiebel mit der Sauce vermischen.
5. Eine feuerfeste Form ausbuttern.
6. Teigwaren, 3 Schichten und Saucenmischung 2 Schichten in die Form füllen.
7. Aus dem Kuchenteig einen Deckel auswallen, über die Form legen, den Rand gut andrücken und das Ganze mit Eigelb bestreichen, evt mit Teigresten verzieren.
8. In der Mitte des Deckels ein Loch ausschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
9. Bei 180°C 30-40 Minuten backen. Dazu passt grüner Salat.
Die Schüsselpastete lässt sich sehr gut vorbereiten und ist ein Gericht, dass kinder sehr gerne mögen. Die Menge lässt sich beliebig vervielfachen, Vorsicht beim Teig, Menge der Formgrösse anpassen und bei grossen Mengen die Backzeit verlängern, ebenfalls Backzeit anpassen, wenn Sie die Pastete am Tag vorher zubereiten und dann im Kühlschrank aufbewahrt haben. Guten Appetit.
- Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber das klingt lecker. -
Kein(e) Köttbullar
Mai 2, 2009
Der Name ist Programm… und kommt daher, dass ich tierisch Lust auf Köttbullar hatte… aber nicht auf Hackfleisch und nicht auf Pilze und nicht auf Kartoffeln…
Ich habe Wiener in dünne Scheiben geschnitten. Nur so drei Millimeter breit.
Dazu habe ich von Frühlingszwiebeln den festeren, weißen Teil in Scheiben geschnitten.
Die Wiener wurden in Butter angebraten. Dann kamen die Zwiebeln hinzu. Die brauchen nur ganz kurz. Darüber habe ich Mehl gestäubt und es etwas anschwitzen lassen. Es muss noch hell bleiben, schließlich soll es ja helle Soße geben.
Mit Milch wurde das ganze abgelöscht und mit etwas Brühpulver gewürzt. Dazu kam das Würstchenwasser. (Ja, Tig, ich habe es mal nicht getrunken. Jedenfalls nicht alles.)
Schön einkochen lassen, eventuell mehr Milch oder etwas Mehl zum Andicken dazu.
Ich habe Toastbrot dazu getitscht.
Rosmarinkartoffeln
April 28, 2009
Mein Rosmarin wächst so wunderbar und ich hatte noch drei Kartoffeln da. Was liegt also näher?
Ich habe in eine kleine Auflaufform (wäscht sich leichter ab als ein Blech) Öl gegossen und verteilt. Laut Rezept sollte ich Olivenöl nehmen, aber das einfache Rapsöl hats bei mir auch getan.
Darauf habe ich die Schnipsel von den Nadeln und der weichen Spitze eines großen Zweiges Rosmarin verteilt. Schön mit der Schere zerkleinert. Duftet schön. Darüber habe ich etwa 2 Teelöffel Salz verstreut und etwas schwarzen Pfeffer. Darauf kamen die in Stücken (geht schneller als Spalten) und vorher geschälten (ich mag die Schale nicht, mit geht aber auch, wenn sie gut ist) Kartoffeln.
Das Ganze habe ich bei ungefähr 200 Grad in den Ofen getan, bis die Kartoffeln weich waren. Zwischendurch habe ich mal durchgerührt, damit sich das Öl und die Gewürze verteilen.
Schmeckt gut.
Käsesuppe
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- 250g Gehacktes
- 1 kleine Stange Porree
- 2 Päckchen (Sahne) Schmelzkäse
- Milch
- Brühe, Pfeffer und Salz
- Mehlschwitze
Anleitung:
Gehacktes anbraten und bräunen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Den Porree in Ringe schneiden und gut waschen.
Den Porree zum Gehacktes geben und kurz dünsten.
Mit Milch auffüllen.
Den Schmelzkäse dazugeben und kurz aufkochen lassen.
Mit gekörnter (Pulver-)Brühe (und eventuell noch mal mit Pfeffer und Salz) abschmecken und mit etwas Mehlschwitze binden.
Tipps:
Beim Waschen des Porrees leistet das Nudelsieb gute Dienste.
Ich mache etwas Brühpulver schon beim Dünsten des Porrees darüber. Dann löst es sich besser auf, wenn ich aufgieße. Aber Vorsicht, damit es nicht zu salzig wird. Meine Mutti macht das erst wie im Rezept ran und schmeckt damit nur ab.
Bei dem Rezept nehme ich am liebsten Gemüsebrühe.
Statt Milch kann man auch Sahne nehmen oder ein Milch-Sahne-Gemisch.
Aufgewärmt schmeckt es auch toll.
Plinse
April 23, 2009
Was man auf alle Fälle braucht:
- Milch
- Eier
- Mehl
Was man eventuell braucht:
- Backpulver
- Vanillezucker
- weitere Zutaten, um was besonderes draus zu machen
Anleitung:
1/4 l Milch mit 2 oder 3 Eier verquirlen. 1 Päckchen Vanillezucker zugeben.
Mit dem Schneebesen Mehl unterziehen. Schön langsam dazugeben, dann gibt es auch keine Mehlbröckchen. Die Masse sollte etwas dickflüssig werden.
Was ich auf alle Fälle dazugebe, ist Backpulver.
Das Ganze kellenweise bei mittlerer Hitze in etwas Öl (nicht zu viel, sonst frittieren sie) in ausbraten.
Tipps:
Wenn sie sich mit ein bisschen Ruckeln vom Pfannenboden lösen, sind sie unten durch und können herumgedreht werden. Der Kunstgriff ist der Überschlag in der Luft.
Das Backpulver kann man weglassen, aber wenn man etwas dazu gibt, werden sie schön fluffig. Je mehr, desto mehr erinnern die Plinse an amerikanische Pfannkuchen. Für französische Crêpes lässt man das Backpulver weg. Von der Menge her… tja, da muss man etwas herumprobieren. Bei dieser Menge vielleicht ein Viertel bis ein halbes Tütchen.
Statt Backpulver zu nehmen, kann man das Eiweiß auch steif schlagen und unterheben. Oder Lenny nimmt Apfelschorle oder Selter statt Milch (ein Teil?), damit sie lockerer werden.
Varianten:
Man kann auch Apfelstückchen einbacken lassen. Oder vielleicht auch Banane. Oder Schokolade nach dem ersten Wenden darauf schmelzen lassen.
Man kann man kleine Schinkenstückchen einbacken. Oder Käse nach dem ersten Wenden darauf schmelzen.
Irgendwo oben an der Nordsee habe ich auch mal eine Variante mit dickem Teig, Schinken, Käse, Apfel und Sirup zusammen gegessen.
Ketchup dazu ist übrigens grauenvoll!
UpDate
April 19, 2009
Schönes Wochenende gehabt.
Ich liebe meinen Eisbärbabyfell-Umhang. Endlich sind die Ballkleidchen auch in der Nacht kein Problem mehr, weil ich mich schön einkuscheln kann.
Habe mit meiner Mitbewohnerin Anni Freitag Kuchen gebacken. Ohne Ei. Rezept wird noch in einer entsprechenden Kategorie folgen. Ist sehr lecker geworden. Wir haben ein WG-Kochbuch begonnen.
Haare sind toll geworden. Zum ersten Mal hatte ich einen ganz glatten, aufgesteckten Haarknoten. Sah toll aus.
Ich liebe den Sonnenhut. Endlich kriege ich keine Macke mehr in dem hellen Licht. Und mit Sonnencreme bekämpfe ich auch das Jucken. Der erste Sonnenbeginn, der bisher ohne (größeren) Ausschlag beginnt. Sofort nach den ersten aufgeriebenen Stellen habe ich die Sonnencreme rausgewühlt. Seitdem geht es.
Aufräumen
März 14, 2009
Ich habe begonnen meinen Kleiderschrank zu sortieren.
Das ich wahnsinnig viele Klamotten für mein Hobby habe und das meiste zu Kostümen wurde, weiß ich ja. Aber jetzt ist mir der Haufen an Schuhen aufgefallen, die sich gesammelt haben. Ein ganzer Karton voll. Ich benutze im Alltag zwei Paar, wenn eines davon nass wird. Dazu habe ich meine Hausschuhe.
Meine Prinzessin hat definitiv zu viel Auswahl. Nur Reitstiefel und Ballettschühchen fehlen noch immer. ^^
Nun ja, ich habe zwei Grifffächer gemacht. Es ist schön zu sehen, wie wenig Kram Tess hat. Und es wird dabei bleiben. Mehr braucht sie einfach nicht.
Die Hausaufgaben gehen voran. Darüber freue ich mich sehr. Endlich habe ich mal etwas abgegeben. Wenn ich den Lauf beibehalte, könnte ich tatsächlich ein bisschen was schaffen. Das wäre so toll.
Heute Abend ist Twilight wieder angesagt. Mal schauen, ob ich hin gehe. Ich denke schon. Zur Ansage bin ich in den vierzehn Tagen nicht gekommen. Macht sich leider einfach nicht, ich habe zu viel anderes zu tun. Aber das werden sie hoffentlich verstehen. Ist ein Spiel und gut.
Ein bedeutungsschwerer Fetzen
Februar 20, 2009
Ich habe einen Zettel von früher in meiner Federmappe gefunden:
Gute Ideen werden
zuerst belächelt
dann bekämpft
und schließlich
geklaut!
Geschenkewünsche
Februar 3, 2009
Ostern ist nicht mehr fern und wie ich meine Familie kenne, werden auch bald die Fragen zu Geburtstagswünschen kommen.
Und weil mir jetzt viel einfällt und ich, wenn ich gefragt werde, nicht mehr weiß, will ich hier ein paar Sachen festhalten.
Ein neuer Schreibtischstuhl. Ich mag den König-der-Löwen-Stuhl von meinem Bruder zwar, aber er ist doch allmählich etwas durch und es nervt mich, die Lehne ständig hochschieben zu müssen, weil jeglicher Widerstand weg ist und ich ja gern etwas Gegendruck im Rücken habe, wenn ich mich beim Arbeiten anlehne.
Bücher (was auch sonst)
Laura Ingalls Wilder: Unsere kleine Farm.
Band eins habe ich und damit ist der Verlag vorgegeben. Ich liebe es ja, wenn ich bei Serien eine gleiche Optik habe. Das sieht im Regal einfach viel schöner aus, wenn es zusammen passt. Daher: Ueberreuter, Druckjahr 1995. Findet man bei Amazon noch wunderbar unter gebrauchten Büchern, wo sie dann auch günstiger sind.
Was waren das für schöne Zeiten, wo (Kinder-)Bücher noch subventioniert waren…
Pläne
Januar 30, 2009
Ich bin wieder einmal hart am Kämpfen.
Vorgestern war da wieder Verzweiflung und Ohnmacht. Das Gefühl nichts fertig zu bekommen. Die Ohnmacht sich nicht aufraffen zu können.
Als ich gestern aufwachte und auf mein Zimmer hinab sah, fühlte ich mich erschlagen von dem Chaos, was sich seit Tagen ausbreitet und mich erstickt.
Aber ich fand einen kleinen Funken Antrieb am Morgen. Viel schaffte ich nicht, aber immerhin ein kleines bisschen was. Eine Ecke.
Und dann war da tatsächlich irgendwoher genügend Energie, um einen Zettel zu bearbeiten. Schrift zu entziffern. Es gab Tränen. Zweimal. Nicht ganz die Situation mit den Ofen, aber nahe dran. Opa erinnerte mich daran, erzählte mir wieder, dass er das kennt. Dass er seine Schultasche früher auch manchmal vor dem Ofen auskippte und sein Studium ins Feuer werfen wollte. Weil einfach nichts mehr ging.
Aber ich konnte gestern dennoch Zufriedenheit für mich empfinden. Für die vielen kleinen Schritte, für die ich die Kraft hatte.
Heute ist die Blase wieder da. Die Welt erscheint mir nicht real.
Ich fühle mich krank. Mir fehlt etwas. Ich habe vielleicht zu viel in Erinnerungen geschwelgt, die mir zwar gezeigt haben, dass ich wahnsinnig viel erreichen kann und wirklich Kraft in mir habe, aber auch, welchen Preis ich dafür in Kauf genommen habe. Mir wurde gestern am Telefon gesagt, dass ich eine starke Präsenz habe und Leute gleichzeitig damit erschlage, weil ich sie ausblende. Ich ignoriere sie nicht absichtlich. Sie fallen mir einfach nicht auf. Auch, wenn sie versuchen an mich heran zu kommen. Ich nehme sie nicht wahr. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Charme das ist, was Leute haben, bis sie beginnen sich darauf zu verlassen.
Ich will niemanden heranziehen.
Meine Pläne für dieses Wochenende sind sehr einfach. Ich weiß nicht, ob sie mir gut tun. Aber nachdem ich mich die letzten zwei Wochenenden krampfhaft um Spaß und ein „normales“ Leben bemüht habe, möchte ich eine Pause machen.
Ich habe versucht die Welt zu sehen. Zeit mit Menschen zu verbringen und ihnen zu zeigen, dass es etwas hinter den gespielten Namen gibt.
Meinen Wunsch nach Kino in Worte gefasst (ich mag kein Kino, aber ich wollte Twilight sehen). Und dann meiner Art Wissen aufzunehmen, mit Geschichte zu spielen, Ausdruck verliehen. Ich hatte ehrlich Spaß im Museum und ich war sogar etwas traurig, wie schnell die anderthalb Stunden verflogen. Ich war glücklich. Und ich habe etwas davon mitgenommen.
Dann habe ich mich den Abend über angestrengt den Leuten auch ins Gesicht zu sehen. Zuzuhören. Ganz bewusst. Und vor allem neben dem Spiel zu bemerken, was und wer um mich herum ist. Ich habe versucht ein bisschen Freude mitzubringen, mich zu bedanken für etwas, was anderen nicht aufgefallen ist. Etwas, was für mich getan wurde. Das mir in den letzten zweieinhalb Monaten vermutlich völlig unbewusst von denjenigen das Gefühl gegeben wurde, willkommen zu sein. Ohne Rückfragen akzeptiert zu werden. Verteidigt zu werden und vor allem nichts dafür leisten zu müssen, sondern dieses Gefühl zu bekommen, weil die vermeintliche Katastrophe völlig irrelevant ist. Das es egal ist, ob meine Welt in Scherben liegt oder nicht, dass es nichts Wichtiges und keine Sonderrollen gibt, sondern das einzige, was zählt, ist, dass es schön ist da zu sein. Das ich da bin. Egal wer ich bin.
Ich hatte auf ein freudiges Lächeln gehofft und ich hatte befürchtet, dass man mir Hintergedanken unterstellt. Ich habe mich selbst intensiv gefragt, ob ich mir irgendetwas erkaufen will.
Und ich bin erleichtert gewesen, dass man es einfach so als Danke akzeptiert hat. Ich bin mehr als überwältigt gewesen, welche Begeisterung und Freude es auslöste. Ich hätte heulen können. Habe ich auch irgendwann. Zum Glück passte es im Spiel. Nur das ich vor Glück heulte, während mein Charakter seine Tränen wegen aufgerissenen Erinnerungen vergoss.
Die Woche darauf erlebte ich meine erste richtige Party. Das war ein wahnsinniges Experiment für mich. Und ich habe mich wohl gefühlt. Nicht fremd. Ich hatte zwar Sorge, dass ich über die Stränge schlage und mir später ein paar dumme Sprüche vorgehalten werden könnten, aber ich fühlte mich so geborgen und aufgehoben, dass ich sogar wagte etwas zu trinken.
Dieses Wochenende werde ich mich einfach abschotten. Nichts von der Welt hören und ganz für mich sein.
Couch, ich und ein paar Peperonipizza.