Sprecht mich nicht an.
März 15, 2009
War das ein Abend gestern. Ich hatte doch etwas Vorfreude empfunden. Wenigstens beim Schminken. Das Augenmakeup für Tess’ Schakalaugen geht mir inzwischen etwas leichter von der Hand. Es ist noch nicht so, wie ich es will, aber es wird langsam. Ich bändige zumindest allmählich den Kajal. Und die Tränenspur hatte die richtige Farbe.
Aber als ich ankam, war meine Laune verflogen. Und so richtig aufmuntern konnte mich das den ganzen Abend nicht. Mein Charakter fühlte sich ziemlich schnell von den Brujah genervt. Laut, lästig und vor allem nur heiße Luft und keine Taten.
Die Zeiten, in denen ich draußen meine Runden drehte, genoss ich um so mehr.
Es ist seltsam, wie wenig mich mich das Spiel dort zu fesseln vermag. Ich bin früher gegangen. Bisher war mir das undenkbar. Mich zurück zu ziehen, bevor nicht OT ausgerufen wurde. Aber ich hatte genug, keine Lust mehr. Ich war tief im Charakter, fühlte den Drang zu streunen und die Gier nach Unabhängigkeit. Die Räume waren eng, warm. Draußen war es trotz Nieselregen schön. Die Tiere, die verschreckt aufstoben, das brechende Geäst und schmatzender, aufgeweichter Boden unter meinen „Kampfstiefeln“, die mir nicht richtig zu passen schienen.
Aber ich hatte keine Lust auf diese Gesellschaft und freue mich sehr, wenn ich beim nächsten Mal wieder Gesichter vorfinde, die mir außerhalb des Spiels vertraut und willkommen sind. Gleichwohl wir nicht miteinander spielen, so ist die pure Präsenz und Gegenwart angenehm.
Aufräumen
März 14, 2009
Ich habe begonnen meinen Kleiderschrank zu sortieren.
Das ich wahnsinnig viele Klamotten für mein Hobby habe und das meiste zu Kostümen wurde, weiß ich ja. Aber jetzt ist mir der Haufen an Schuhen aufgefallen, die sich gesammelt haben. Ein ganzer Karton voll. Ich benutze im Alltag zwei Paar, wenn eines davon nass wird. Dazu habe ich meine Hausschuhe.
Meine Prinzessin hat definitiv zu viel Auswahl. Nur Reitstiefel und Ballettschühchen fehlen noch immer. ^^
Nun ja, ich habe zwei Grifffächer gemacht. Es ist schön zu sehen, wie wenig Kram Tess hat. Und es wird dabei bleiben. Mehr braucht sie einfach nicht.
Die Hausaufgaben gehen voran. Darüber freue ich mich sehr. Endlich habe ich mal etwas abgegeben. Wenn ich den Lauf beibehalte, könnte ich tatsächlich ein bisschen was schaffen. Das wäre so toll.
Heute Abend ist Twilight wieder angesagt. Mal schauen, ob ich hin gehe. Ich denke schon. Zur Ansage bin ich in den vierzehn Tagen nicht gekommen. Macht sich leider einfach nicht, ich habe zu viel anderes zu tun. Aber das werden sie hoffentlich verstehen. Ist ein Spiel und gut.
Überraschung
März 4, 2009
Ich mache keine Werbung.
Ich bin selbst nicht begeistert. Es ist ok. Das ist gut. Ich bin da. Ich bin dabei. Ich gehe wieder. Ein Abend, den ich nicht mit dem König der Löwen unterm Hintern verbringe.
Bisher schaffe ich es, mich an meine Vorsätze zuhalten. Keine euphorische Begeisterung. Keine zusätzlich geartete Arbeit. Keine übermäßige Mühe mit Makeup oder Outfit.
Und das Ergebnis? Begeisterung bei anderen (die ich nicht nachvollziehen kann, die mich aber freut) und Veränderungsgedanken. Ich bin sehr gespannt, ob ich Spuren finde von Gerüchten, die ich vermute. Meine Quellen sind leider so gut wie versiegt. Qualitativ hochwertige habe ich im Moment eher weniger zur Verfügung.
Aber ich habe auch schon andernorts im Halbschlaf Dinge gehört, die mich insgeheim mit Genugtuung erfüllten und meine Wut etwas befriedigten.
Es fügt sich alles. Bisher komme ich mit den Konsequenzen recht gut zu Rande. Der Weg, den ich wählte, scheint richtig zu sein.