Ein bedeutungsschwerer Fetzen
Februar 20, 2009
Ich habe einen Zettel von früher in meiner Federmappe gefunden:
Gute Ideen werden
zuerst belächelt
dann bekämpft
und schließlich
geklaut!
Faszination
Februar 17, 2009
Ich bin gut. Ich habe nicht daran gezweifelt, aber ich hatte mir doch Sorgen gemacht, wie groß das Feuer wird.
Ganz das, was ich erwarte, ist noch nicht geschehen. Doch ich habe Geduld. Es ist wie mit Medizin, es braucht seine Zeit, bis es richtig wirkt.
Und ich bin zufrieden mit mir, weil ich das Gefühl habe, selbst durch das unvermeidbare Echo nur gewinnen und lernen zu können. Es hat lange gedauert, bis ich endlich einen Weg gefunden habe, das tun zu können, was mir auf der Seele brannte. Da war so viel Wut, so viel Zorn.
Und vor diesen Gefühlen hatte ich Angst, weil sie ein rationales Denken erschwerten.
Ich habe meine Wege aufgespalten. Einen Katalysator für die Gefühle gefunden. Einen kindischen, ungerechten, aber einen, bei dem sie produktiv verpuffen können. Es ist gar nicht so einfach. Selbst auf diesem Platz ist der Zensor stark, aber ich denke, ich kann mich mit ihm einigen. Der erste Schritt ist heute Nacht gegangen worden. Ohne zurück jetzt. Ganze zwei Wochen bin ich wie eine Katze um die saure Sahne gestrichen, bis ich mich überwunden hatte. Es fühlt sich gut an. Vermutlich wird es leichter bei den nächsten Schritten.
Der zweite Weg war jener, vor dem ich mich am meisten fürchtete, weil er nichts verpuffen lässt, sondern Dinge in Bewegung setzt. Unaufhaltbar. Aber er ist der Weg, den ich als gerecht erachte, weil er fern von menschlichen Sympathien und Apathien funktioniert. Ich war bei der Begehung nicht zufrieden mit mir. Da ich momentan noch immer mit Konzentrationsstörungen zu kämpfen habe, konnte ich nicht sehr viel aufbauen. Vielleicht sollte ich es wiederholen, wenn es mir besser geht und ich wieder mehr Kraft konzentrieren kann.
Aber ich bin grundlegend zufrieden. Es wird keine Nebel lichten und es wird auch kein Licht in die Augen der Blinden schicken. Dazu ist es ein Feld, das anderen zu vertraut und mir zu fremd ist, weil es mich grundlegend abstößt, auf ein solches Niveau zu gehen.
Vielleicht ist es dumm, weil ich mit meiner Einstellung schon so manche Schlacht auf diesem Schauplatz verloren habe. Aber es sind Waffen, die für mich nichts mit Ehre und Stolz zu tun haben.
Ich ziehe es vor, diese zu strecken und lieber ein paar Schlachten verloren zu geben und letztlich den Krieg zu gewinnen.
Nur für mich.
Und ich habe fremde Stimmen gehört. Ich weiß, dass es mehr Zuschauer gibt, als sich zu erkennen geben. Auch sie sind irritiert und verstehen mich nicht auf Anhieb. Müssen sie nicht. Ich bin etwas besonders.
Gewogen und gemessen wird nie mitten im Krieg.
Und es ist nie zu spät für Verhandlungen. Nur der Preis steigt zunehmend. Der Preis, der die Mühe bedeutet, etwas zu tun und zu verändern.
Aber sie lernen. Genau wie ich an diesen Erfahrungen wachse, begreifen andere mit der Zeit, dass ich vielleicht ein Händchen für bestimmte Dinge habe, über Zauber verfüge, die ihnen fehlen.
Zwei Jahre hatte ich Geduld und jetzt gibt es die ersten scheuen Worte und Gesten, welche diese Sachen anerkennen, die damals blind verlacht wurden. Und ich habe weiterhin Geduld. Und hoffentlich für hier gelernt, dass ein Schatten die sicherste Zuflucht für mich im Moment ist.
Und dort… wird es dauern, bluten. Hin und wieder einen Stoß geben. Von anderen Seiten. Die Erinnerung ist betoniert. Man kann verstummen, aber es wird nicht vergessen sein. Denn mit jedem Stolperer wacht sie wieder auf und ruft sich wach. Lässt berechtigte Zweifel keimen.
Und die Welt ist klein. Man sieht sich öfter. Dann, wenn auch die Löwen den Mut finden zu fragen, abzuwägen und ihr eigenes Urteil zu fällen.
Geschenkewünsche
Februar 3, 2009
Ostern ist nicht mehr fern und wie ich meine Familie kenne, werden auch bald die Fragen zu Geburtstagswünschen kommen.
Und weil mir jetzt viel einfällt und ich, wenn ich gefragt werde, nicht mehr weiß, will ich hier ein paar Sachen festhalten.
Ein neuer Schreibtischstuhl. Ich mag den König-der-Löwen-Stuhl von meinem Bruder zwar, aber er ist doch allmählich etwas durch und es nervt mich, die Lehne ständig hochschieben zu müssen, weil jeglicher Widerstand weg ist und ich ja gern etwas Gegendruck im Rücken habe, wenn ich mich beim Arbeiten anlehne.
Bücher (was auch sonst)
Laura Ingalls Wilder: Unsere kleine Farm.
Band eins habe ich und damit ist der Verlag vorgegeben. Ich liebe es ja, wenn ich bei Serien eine gleiche Optik habe. Das sieht im Regal einfach viel schöner aus, wenn es zusammen passt. Daher: Ueberreuter, Druckjahr 1995. Findet man bei Amazon noch wunderbar unter gebrauchten Büchern, wo sie dann auch günstiger sind.
Was waren das für schöne Zeiten, wo (Kinder-)Bücher noch subventioniert waren…